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nature+1nature+1insideprecisionmedicineEine neue, am 8. Juli in Nature veröffentlichte Studie enthüllt ein kontraintuitives Ergebnis: Eine fettreiche Ernährung, die Fettleibigkeit fördert, kann in Kombination mit den richtigen Darmbakterien die Wirksamkeit der Krebsimmuntherapie verbessern. Die Forschung zeigt, dass das Bakterium Lactobacillus johnsonii, das bei Mäusen mit obesogener Ernährung angereichert wird, synergetisch mit dieser Ernährung zusammenwirkt, um die Tumorregression während der Behandlung mit Immun-Checkpoint-Inhibitoren zu fördern.nature+1
Die Studie, die von Forschern der McGill University, darunter Lysanne Desharnais und Anikka Swaby, geleitet wurde, baut auf früheren Beobachtungen auf, dass Patienten mit Adipositas manchmal besser auf Checkpoint-Inhibitor-Therapien ansprechen – ein Paradoxon, da Adipositas die Krebsergebnisse im Allgemeinen verschlechtert. Das Team wollte den Mechanismus hinter diesem Effekt verstehen, indem es untersuchte, wie die Ernährung das Darmmikrobiom und damit die Antitumor-Immunität umgestaltet.x+1
Unter Verwendung von Mausmodellen fanden die Forscher heraus, dass L. johnsonii bei Tieren, die sich fettreich ernährten, gedieh. Als mit Antibiotika behandelte Mäuse mit L. johnsonii ergänzt wurden, während sie weiterhin fettreich ernährt wurden, führte die Kombination während der Checkpoint-Inhibitor-Behandlung zur vollständigen Tumorabheilung. Weder das Bakterium allein noch die Ernährung allein reichten aus – die Synergie zwischen beiden erwies sich als entscheidend.insideprecisionmedicine+1
Das Team identifizierte den mikrobiellen Metaboliten Desaminotyrosin als entscheidenden Immunmodulator, der die verbesserte Antitumor-Reaktion vorantreibt. Es wurde bereits früher gezeigt, dass Desaminotyrosin, das von Darmbakterien produziert wird, die Typ-I-Interferon-Signalisierung moduliert und das T-Zell-Priming fördert. In der neuen Studie wurde der Metabolit durch die Wechselwirkung zwischen Ernährung und Mikrobiom angereichert und trug zu den verbesserten therapeutischen Ergebnissen bei.pubmed.ncbi.nlm.nih+2
Die Ergebnisse eröffnen potenzielle Wege für Ernährungs- und mikrobielle Interventionen, die darauf abzielen, das Ansprechen auf die Immuntherapie zu verbessern, insbesondere bei Patienten mit Adipositas. Während sich frühere Forschungen auf ballaststoffreiche Ernährung und deren positive Auswirkungen auf die Immuntherapie konzentrierten, legt diese Studie nahe, dass selbst obesogene Ernährungsmuster therapeutische Vorteile bieten können, wenn ihre mikrobiellen Folgen richtig genutzt werden.aacr+1
Die Arbeit ergänzt eine wachsende Zahl von Beweisen, die die Zusammensetzung des Darmmikrobioms mit der Wirksamkeit von Checkpoint-Inhibitoren verknüpfen, und könnte letztendlich klinische Strategien beeinflussen, die Ernährungsmodifikationen mit Probiotika-Supplementierung kombinieren, um die Ergebnisse der Krebsbehandlung zu optimieren.