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pbs+1axios+1apnewsDie venezolanische Interimspräsidentin Delcy Rodríguez verteidigte am Donnerstag kämpferisch die Reaktion ihrer Regierung auf das Erdbeben und wies die weit verbreitete Kritik als "in Propagandalaboren hergestellte Narrative" zurück, während ihr 180-tägiges Mandat als Interimsführerin am Freitag ohne klaren Plan für die Zukunft auslief.latimes+1
Die beiden Erdbeben der Stärke 7,2 und 7,5 erschütterten am 24. Juni den nördlichen Bundesstaat La Guaira und töteten nach offiziellen Angaben mehr als 2.295 Menschen, wobei eine nichtstaatliche Datenbank mehr als 38.000 Vermisste auflistet. Die Vereinten Nationen bezeichneten eine Schätzung von 50.000 Vermissten als "erschreckend plausibel".pbs+1
In ihrer ersten Pressekonferenz zur Katastrophe – acht Tage nach den Beben – bestand Rodríguez darauf, dass die Rettungsaktionen aktiv blieben. "Wir haben die Such- und Rettungsphase nicht abgeschlossen", sagte sie. "Wir befinden uns immer noch in diesem Stadium, weil es nach unserer Gesamteinschätzung immer noch aktive Orte gibt, an denen wir Überlebende vermuten, auch wenn es nur einer ist".latimes
Ihre Behauptungen widersprachen den weit verbreiteten Berichten von Bewohnern, die sagen, sie seien in den ersten 48 Stunden ohne offizielle Hilfe oder schweres Gerät gezwungen gewesen, nach ihren Angehörigen zu graben. "Wir haben nicht einen, zwei oder drei Tage gewartet. Wir haben sofort reagiert", sagte Rodríguez.latimes
Die Trump-Regierung hat mehr als 300 Millionen Dollar an humanitärer Hilfe für Venezuela bereitgestellt und über 300 US-Mitarbeiter entsandt, darunter Such- und Rettungsteams sowie Militärpersonal. Das Außenministerium beschrieb die "vollständige Kooperation" der venezolanischen Regierung bei der Koordinierung der Hilfe.scrippsnews+2
Dennoch hat die Krise Spannungen in Washington offengelegt. Die Oppositionsführerin María Corina Machado, eine Friedensnobelpreisträgerin, die sich derzeit in Panama aufhält, hat wiederholt versprochen, nach Venezuela zurückzukehren, um bei den Wiederaufbaubemühungen zu helfen. Die Trump-Regierung hat ihre Versuche als "grotesken politischen Opportunismus" abgetan, wobei ein Beamter sie als "zusätzliches unnötiges Drama" bezeichnete, das die US-Politik kompliziere. Machado hat der Regierung von Rodríguez vorgeworfen, den venezolanischen Luftraum zu schließen, um ihre Rückkehr zu blockieren.axios+3
Das Auslaufen von Rodríguez' 180-tägigem Interims-Mandat am Freitag fügt der politischen Turbulenz eine verfassungsrechtliche Dimension hinzu. Laut Associated Press gab es keinen unmittelbaren Kommentar der Behörden dazu, wie sie darauf reagieren würden. Die Nationalversammlung, die von Rodríguez' Partei kontrolliert wird, kann eine vorgezogene Wahl auslösen, wenn sie das Präsidentenamt für dauerhaft vakant erklärt, aber es wurde kein Zeitplan für demokratische Wahlen angekündigt.apnews+1
Die Trump-Regierung hat erklärt, dass Wahlen erst stattfinden würden, wenn Venezuela und seine Wirtschaft stabilisiert seien – eine Position, die bereits vor dem Erdbeben bestand, aber angesichts der UN-Schätzung von 6,7 Milliarden Dollar an Sachschäden nun noch offener erscheint.latimes+1