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tbsnews+1tbsnewstvcnewsHochgebildete junge Menschen in ganz Asien haben Schwierigkeiten, eine Arbeit zu finden, die ihren Qualifikationen entspricht. Laut neuen Forschungsergebnissen des Internationalen Währungsfonds (IWF) liegt die Arbeitslosenquote unter Jugendlichen mit postsekundärer Bildung in Teilen Südasiens bei über 40 Prozent.
Die Ergebnisse, die in der Ausgabe vom September 2026 des IWF-Magazins Finance & Development enthalten sind, zeigen, dass Sri Lanka die höchste Quote unter den untersuchten asiatischen Volkswirtschaften aufweist: Etwa 43 % der 15- bis 24-Jährigen mit postsekundärer Bildung finden keine Anstellung. Indien folgt dicht dahinter mit etwa 42 %, während Bangladesh bei rund 36 % liegt.dhakatribune+2
Der IWF beschreibt das Muster als "Akademikerschwemme" und stellt fest, dass die Kluft zwischen der allgemeinen Jugendarbeitslosigkeit und der Arbeitslosigkeit unter der am höchsten gebildeten Kohorte in der gesamten Region groß ist. Die allgemeine Jugendarbeitslosigkeit in Sri Lanka liegt bei etwa 22 % und in Indien bei etwa 18 % – Werte, die bereits erhöht sind, aber weit unter den Raten für Hochschulabsolventen liegen.tbsnews+1
Die in den Vergleich einbezogenen südostasiatischen Volkswirtschaften schneiden in absoluten Zahlen besser ab, weisen aber dasselbe strukturelle Missverhältnis auf. Die Arbeitslosenquote unter gebildeten Jugendlichen liegt in Indonesien bei etwa 18 %, in Vietnam bei rund 16 %, in Malaysia und Thailand bei etwa 13 % und auf den Philippinen bei etwa 12 %. Singapur verzeichnet mit etwa 8 % die niedrigste Quote.tbsnews
"Hochgebildete junge Arbeitnehmer haben Schwierigkeiten, Stellen zu finden, die ihren Qualifikationen entsprechen", sagte Krishna Srinivasan, Direktor der IWF-Abteilung für Asien und den Pazifik.tbsnews
Der IWF warnte, dass die rasche Einführung künstlicher Intelligenz das Problem verschärft. KI-Modelle, die komplexe Aufgaben zu geringen Kosten ausführen können, ersetzen zunehmend technische Einstiegspositionen – Junior-Ingenieure, Animatoren, Verwaltungspersonal –, die traditionell frischgebackene Absolventen aufgenommen haben. Wenn die KI-Einführung die Kompetenzentwicklung überholt, könnte die Technologie den Druck auf junge Arbeitnehmer, die bereits mit einem eingeschränkten Arbeitsmarkt konfrontiert sind, weiter erhöhen.dhakatribune+1
Der Bericht erscheint vor dem Hintergrund eines historischen demografischen Wandels. Der IWF schätzt, dass im nächsten Jahrzehnt fast 1,2 Milliarden Menschen in den Entwicklungsländern in den Arbeitsmarkt eintreten werden, mehr als doppelt so viele wie die rund 500 Millionen vor einem halben Jahrhundert. Ein im Juni veröffentlichter Bericht der Weltbank mit dem Titel "The Global Jobs Challenge" stellte fest, dass diese Kohorte wahrscheinlich die größte Jugendgruppe der Geschichte sein wird, deren Zahlen die jedes vorherigen oder zukünftigen Jahrzehnts in diesem Jahrhundert übertreffen dürften.tvcnews+1
In Bangladesh, wo jährlich etwa 2,2 bis 2,3 Millionen junge Menschen auf den Arbeitsmarkt kommen, hat sich der Anteil der Erwerbsbevölkerung mit Bachelor-Abschluss zwischen 2010 und 2022 mehr als verdoppelt – von 3,9 % auf 9 % –, während sich die Wirtschaftsstruktur des Landes laut Fahim Mashroor, Gründer von Bdjobs.com, kaum verändert hat. Das Missverhältnis zwischen dem Angebot an Qualifikationen und der Nachfrage nach Arbeitskräften stellt die Entwicklungsländer vor eine doppelte Herausforderung: die Aufnahme einer wachsenden erwerbsfähigen Bevölkerung bei gleichzeitiger Sicherstellung, dass Absolventen Fähigkeiten erwerben, die angesichts des technologischen Fortschritts relevant bleiben.dhakatribune+1