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martincid+1martincid+1macobserver+1Wenn iOS 27 am Montag, dem 14. September, als kostenloses Update erscheint, bringt es die bisher ehrgeizigste Überarbeitung von Apples Siri mit sich: überall außer in der Europäischen Union. Der runderneuerte Assistent unter dem Namen Siri AI wird zum Start auf iPhones, iPads oder Apple Watches in der EU nicht aktiviert. Dies ist das Ergebnis eines monatelangen Streits zwischen Apple und der Europäischen Kommission über das Gesetz über digitale Märkte (Digital Markets Act, DMA).apple+1
Siri AI basiert auf den Gemini-Modellen von Googles Mutterkonzern Alphabet Inc. . Der zugrundeliegende Deal ist laut einem Bericht von Bloomberg rund 1 Milliarde US-Dollar pro Jahr wert. Die KI-Siri kann E-Mails lesen, Kalender verwalten, App-übergreifende Aktionen ausführen und Unterhaltungen über mehr als 20 Interaktionen hinweg fortführen. Die Funktion startet weltweit als Beta-Version zunächst nur auf Englisch, im Oktober folgen Französisch, Japanisch, Koreanisch, Portugiesisch und Spanisch.martincid+2
Besitzer von iPhones und iPads in der EU behalten stattdessen die herkömmliche Siri-Version. Mac- und Apple-Vision-Pro-Nutzer in der Union erhalten Siri AI hingegen, sofern sie eine unterstützte Sprache eingestellt haben, da macOS und visionOS nicht unter die Einstufung von iOS als Gatekeeper-Plattform im Sinne des DMA fallen. In einer Fußnote von Apple heißt es dazu: „Siri AI wird in der EU auf iOS, iPadOS und watchOS anfangs nicht verfügbar sein“.macobserver+2
Im Mittelpunkt des Konflikts stehen die Interoperabilitätsvorgaben des DMA. Diese würden Apple dazu verpflichten, konkurrierenden KI-Assistenten denselben tiefen Systemzugriff zu gewähren, den auch Siri AI nutzt: etwa auf Nachrichten, Käufe, Dateizugriffe und App-übergreifende Aktionen. Apple schlug ein Konzept namens „Trusted System Agent“ als Vermittler vor und bot an, die Konformität schrittweise über einen Zeitraum von 18 Monaten umzusetzen. Die Europäische Kommission lehnte diesen Vorschlag rundweg ab.thenextweb+1
EU-Kommissionssprecher Thomas Regnier wies Apples Darstellung bei einer Pressekonferenz im Juni zurück. „Die Entscheidung, Siri AI in der EU einzuführen, liegt einzig und allein bei Apple“, sagte er und fügte hinzu, dass der DMA das Unternehmen nicht daran hindere, neue Produkte in Europa auf den Markt zu bringen.qz
Craig Federighi, Apples Senior Vice President für Software-Entwicklung, entgegnete, dass die „Unwilligkeit der Kommission, konstruktiv über Lösungen zum Schutz von Datenschutz und Sicherheit zu diskutieren“, dazu führe, dass es keinen Zeitplan für Siri AI auf EU-iPhones gebe.qz
Dies ist bereits das zweite Mal, dass Apple eine Funktion von Apple Intelligence in der EU zurückhält: Auch das ursprüngliche Apple-Intelligence-Paket wurde 2024 wegen DMA-Bedenken verschoben. Apple hat kein Datum genannt, wann Siri AI auf iOS-Geräten in Europa verfügbar sein könnte, und erklärte lediglich, man arbeite „mit Hochdruck an einer Lösung“.macobserver+1