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bloombergbusinessinsider+1daijiworldOracle gab am Freitag bekannt, dass das Unternehmen den Umfang seiner geplanten Personalabbaumaßnahmen erweitert hat. Durch die Aufstockung des "2026 Restructuring Plan" um 700 Millionen Dollar steigen die geschätzten Gesamtkosten auf etwa 2,8 Milliarden Dollar, wie aus einer bei Bloomberg gemeldeten regulatorischen Mitteilung hervorgeht. Die Erweiterung erfolgt in einer Zeit, in der das Unternehmen unter dem wachsenden finanziellen Druck seiner aggressiven Expansion in die Infrastruktur für künstliche Intelligenz steht.bloomberg
Die Restrukturierungskosten in Höhe von 2,8 Milliarden Dollar setzen sich größtenteils aus Abfindungszahlungen für entlassene Mitarbeiter zusammen. Oracle erklärte, bereits etwa 2,1 Milliarden Dollar im Rahmen des Plans zurückgestellt zu haben, wobei die Erhöhung um 700 Millionen Dollar "zusätzliche Maßnahmen widerspiegelt, die wir voraussichtlich ergreifen werden". Die Mitteilung erfolgte einen Tag, nachdem Oracle die Ergebnisse für das erste Quartal vorgelegt hatte, die einen Anstieg der Cloud-Infrastruktur-Einnahmen um 121 % auf 7,4 Milliarden Dollar und einen Anstieg des Gesamtumsatzes um 30 % gegenüber dem Vorjahr auf 19,3 Milliarden Dollar zeigten.daijiworld+2
Die Investitionsausgaben von Oracle erreichten im Quartal 28,5 Milliarden Dollar, verglichen mit 8,5 Milliarden Dollar im Vorjahr, da das Unternehmen im Wettlauf um den Bau von Rechenzentren steht, um die KI-Nachfrage zu decken. Die Prognose für die Investitionsausgaben im Geschäftsjahr 2027 wurde bei 90 bis 95 Milliarden Dollar beibehalten. Um den Ausbau zu finanzieren, hat Oracle zweistellige Milliardenbeträge aufgenommen, was zu einer von Bloomberg als "Liquiditätsengpass" beschriebenen Situation führte. Business Insider berichtete letzten Monat, dass Oracle Pläne für eine neue Runde von Stellenstreichungen erstellt habe, um die Lohnkosten zu senken, während das Unternehmen Schulden zur Finanzierung der KI-Infrastruktur anhäuft.businessinsider+1
Die weltweite Mitarbeiterzahl von Oracle sank im Geschäftsjahr, das am 31. Mai 2026 endete, von etwa 162 000 auf rund 141 000 – ein Nettoabbau von etwa 21 000 Mitarbeitern oder rund 13 % der Belegschaft. Das Unternehmen gab in diesem Geschäftsjahr 1,84 Milliarden Dollar für Restrukturierungskosten aus, gegenüber 374 Millionen Dollar im Vorjahr.business-standard+1
Die jüngste Mitteilung signalisiert, dass weitere Kürzungen bevorstehen. Berichte von Moneycontrol deuten darauf hin, dass eine weitere Runde 7 000 bis 10 000 Mitarbeiter weltweit betreffen könnte, wobei etwa 3 000 Stellen in Indien potenziell gefährdet sind. Der 15. September hat sich unter den Mitarbeitern als ein genau beobachtetes Datum herauskristallisiert, nachdem eine zuvor erwartete Kündigungswelle um den 1. September nicht eingetreten war. Oracle hat bisher kein spezifisches Datum oder konkrete Zahlen für weitere Entlassungen bestätigt.moneycontrol+1
Die Schritte von Oracle spiegeln eine breitere Dynamik im Technologiesektor wider, in der Unternehmen gleichzeitig ihre KI-Ausgaben erhöhen und ihre Belegschaft verkleinern. Daten von Layoffs.fyi zeigen, dass bis zum 10. September weltweit 128 536 Mitarbeiter in der Technologiebranche bei 299 Unternehmen entlassen wurden, was die Gesamtzahl für das gesamte Jahr 2025 bereits übertrifft. Amazon , Dell , Meta und Microsoft gehören zu den anderen großen Unternehmen, die in diesem Jahr umfangreiche Stellenstreichungen durchgeführt haben.business-standard
Während der Telefonkonferenz am Donnerstag forderte Oracle-Co-CEO Clay Magouyrk die Investoren auf, zwischen Investitionsausgaben und Geschäftswachstum zu unterscheiden. Er erklärte, dass das Unternehmen Lieferantenfinanzierungen, Vorauszahlungen von Kunden und andere Vereinbarungen nutze, um die Kosten zu steuern. Die Oracle-Aktie stieg nach dem Ergebnisbericht, doch der ausgeweitete Restrukturierungsplan unterstreicht die Spannung zwischen den KI-Ambitionen des Unternehmens und der Belegschaft, die den Preis für deren Finanzierung zahlt.businessinsider