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theverge+1theverge+1techcrunchApple hat am Mittwoch Audio Intelligence enthüllt, eine Reihe KI-gestützter Zuhörfunktionen für die Apple Watch Series 12 und die Apple Watch Ultra 4. Dies löste eine Debatte darüber aus, ob die Technologie einen Durchbruch bei der Barrierefreiheit oder einen Schritt in Richtung flächendeckender Überwachung darstellt.
Auf dem "Surprise and Shine"-Event des Unternehmens zusammen mit dem iPhone Duo und anderer Hardware angekündigt, umfasst Audio Intelligence vier Werkzeuge: Live Rewind, das die letzten 15 Sekunden eines Gesprächs transkribiert, wenn der Träger die Digital Crown doppelt drückt: Siri Recap, das durch Umgebungshören prägnante Zusammenfassungen von Gesprächen im Laufe des Tages erstellt: Sound Recognition, das Nutzer vor Sirenen, Alarmen, Türklingeln und weinenden Babys warnt: und Music Recognition, das Songs automatisch über Shazam erkennt.theverge+1
Apple veröffentlichte zusammen mit der Ankündigung ein detailliertes Datenschutzdokument und erklärte, dass die gesamte Audioverarbeitung in einem hardwareisolierten Bereich namens Secure Exclave auf dem neuen S11-Chip stattfindet. "Audiorohdaten, die für die Verarbeitung verwendet werden, sind für Betriebssysteme, Apps, den Nutzer oder Apple völlig unzugänglich", erklärte das Unternehmen. Die Secure Exclave nutzt einen kontinuierlich überschriebenen Audio-Puffer, der niemals eine gespeicherte Aufzeichnung erstellt.theverge
Live Rewind gibt beim Aktivieren einen hörbaren Signalton ab und zeigt eine Vollbild-Mikrofonanimation an, selbst im stummen Modus. Siri Recap ordnet Aussagen keinen einzelnen Sprechern zu und ist so konzipiert, dass Finanzdaten und behördliche Identifikatoren ausgelassen werden. Beide Funktionen erzeugen end-zu-end-verschlüsselten Text, wenn sie über iCloud synchronisiert werden, und Siri Recap löscht Zusammenfassungen automatisch nach sieben Tagen, sofern sie nicht manuell gespeichert werden.zdnet+1
Trotz der Zusicherungen von Apple stießen die Funktionen rasch auf Kritik. "Audio Intelligence wird zu einem gewaltigen Albtraum für den Datenschutz", schrieb ein Reddit-Nutzer kurz nach der Ankündigung laut Unilad Tech. Wie TechCrunch feststellte, normalisiert die Technologie "die Vorstellung, dass Technologie immer zuhört", und wirft ungelöste Fragen zu Einwilligungsgesetzen auf.techcrunch+1
In US-Bundesstaaten mit der Anforderung einer beidseitigen Einwilligung müssen alle Gesprächsteilnehmer einer Aufzeichnung zustimmen. Das System von Apple speichert keine Audioaufnahmen, sondern erstellt KI-generierte Textzusammenfassungen, ein Unterschied, für den bestehende Abhörgesetze nicht geschrieben wurden. "Kommen maschinell verarbeitete Zusammenfassungen von Audiorohdaten einer täuschenden Aufzeichnung von jemandem gleich?", fragte ZDNet und wies darauf hin, dass die Gesetze noch nicht mit der Technologie Schritt gehalten haben.zdnet
TechCrunch merkte zudem an, dass die subtile Geste des Drückens einer Uhrenkrone weit weniger auffällig ist als das Hochhalten eines Telefons zur Aufnahme, selbst mit Apples Signalton und der Anzeige auf dem Bildschirm.techcrunch
Live Rewind und Siri Recap sollen in englischer Sprache in die Beta-Phase starten, wenn watchOS 27 am 14. September erscheint. Unterstützung für Französisch, Japanisch, Koreanisch, Portugiesisch und Spanisch folgt im Oktober. Die Apple Watch Series 12 beginnt bei 399 US-Dollar und die Ultra 4 bei 799 US-Dollar. Vorbestellungen sind ab sofort möglich, die Verfügbarkeit beginnt am 18. September. Die Funktionen werden zum Start nicht in der EU oder in China verfügbar sein.techspot+1
Ob Apple das richtige Gleichgewicht zwischen Nutzen und Datenschutz gefunden hat, wird am Ende möglicherweise nicht von den Verbrauchern allein entschieden, sondern von Gesetzgebern und Gerichten, die sich mit einer Technologiekategorie auseinandersetzen, die das Gesetz erst noch definieren muss.