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cnbc+1investing+1cnbc+1Die Goldpreise festigten sich am Mittwoch, da ein schwächelnder US-Dollar und die eskalierenden Spannungen im Nahen Osten zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran den Edelmetallen Auftrieb gaben, auch wenn die Erwartungen einer Zinserhöhung durch die US-Notenbank Federal Reserve in der nächsten Woche die Gewinne begrenzten. Silber kletterte, getragen von denselben Faktoren, um fast 1 Prozent auf fast 66,40 US-Dollar pro Unze.
Der Spot-Goldpreis stieg im asiatischen und frühen europäischen Handel. CNBC berichtete von einem Zuwachs von 0,4 Prozent auf 4.372,19 US-Dollar pro Unze (Stand: 02:30 Uhr GMT), während Investing.com im weiteren Verlauf der Sitzung einen Anstieg um 1,0 Prozent auf 4.397,47 US-Dollar um 05:25 Uhr ET verzeichnete. Der US-Dollar-Index verharrte nahe einem Zwei-Wochen-Tief bei rund 98,75, was in Dollar denominierte Metalle für Besitzer anderer Währungen erschwinglicher machte. Von Reuters zitierte Analysten verwiesen auf die jüngste Stärke des japanischen Yen als Haupttreiber für die relative Schwäche der US-Währung.cnbc+2
Der Nahost-Konflikt verschärfte sich weiter: Die vom Iran unterstützten Huthis im Jemen starteten Angriffe auf mehrere saudi-arabische Städte, US-Streitkräfte griffen iranische Öltanker an, und der Iran attackierte einen US-Stützpunkt in Jordanien. Die Brent-Rohöl-Futures stiegen zum ersten Mal seit Juli über 100 US-Dollar pro Barrel, was die Sorge vor Lieferengpässen im Energiesektor durch die Straße von Hormus unterstrich. Steigende Rohölpreise üben tendenziell Aufwärtsdruck auf die Inflation aus, was die Aussichten für Gold zusätzlich verkompliziert.investing+1
Laut dem CME FedWatch Tool preisen Händler derzeit eine Wahrscheinlichkeit von rund 60 Prozent ein, dass die Fed die Zinsen auf ihrer Sitzung am 17. September um 25 Basispunkte anheben wird. Vor dem besser als erwartet ausgefallenen Arbeitsmarktbericht vom vergangenen Freitag lag diese Wahrscheinlichkeit noch bei etwa 50 Prozent. Diese Verschiebung der Erwartungen hat den Aufwärtstrend von Gold gebremst.reuters+1
"Gold bewegt sich in einer engen Spanne, da es durch die höhere Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung gedeckelt wird, was die Dynamik am Markt weiterhin bremst", sagte Daniel Pavilonis, leitender Marktstratege bei StoneX, am Dienstag gegenüber Reuters. Kelvin Wong, leitender Marktanalyst bei OANDA, sprach von einem "kurzfristigen Tauziehen zwischen Bullen und Bären", das bis zur Veröffentlichung des Verbraucherpreisindex am Freitag andauern könnte.cnbc+1
Die Märkte richten ihren Blick nun auf die am Donnerstag anstehenden US-Erzeugerpreise und die Verbraucherpreisdaten am Freitag, um neue Signale für den Kurs der Fed zu erhalten. TD Securities prognostizierte, dass die Kerninflation im August im Jahresvergleich um 2,3 Prozent gestiegen ist, was einen leichten Rückgang gegenüber Juli bedeuten würde. Die Bank warnte jedoch, dass "die Risiken für unsere Prognosen nach oben gerichtet sind, da wir von einer Reihe starker Preisrückgänge in zollsensiblen Güterkategorien ausgehen".fxstreet
Unter den anderen Metallen stieg Platin um 1 Prozent auf 1.831,76 US-Dollar pro Unze, während Palladium leicht auf rund 1.360 US-Dollar zulegte, gestützt durch Versorgungsängste in Südafrika und Russland sowie eine robuste Nachfrage nach Hybridfahrzeugen. Rick Kanda, Geschäftsführer von The Gold Bullion Company, sagte, Gold könnte sich wieder seinem Höchststand von Ende August bei 4.685 US-Dollar nähern, warnte jedoch: "Anleger sollten sich auch darauf einstellen, dass die Preise möglicherweise in Richtung der Marke von knapp über 4.000 US-Dollar fallen könnten, falls die Erwartungen an eine Zinserhöhung weiter steigen".tradingview+2