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investing+1reuterspoliticalwire+1Die Weizen-Futures an der Euronext machten ihre anfänglichen Gewinne am Dienstag wieder zunichte und schlossen niedriger, nachdem bekannt wurde, dass US-Präsident Donald Trump und der russische Präsident Wladimir Putin telefoniert haben. Dies weckte Hoffnungen auf eine diplomatische Lösung des Ukraine-Krieges und eine mögliche Entspannung bei den Störungen des Getreidehandels im Schwarzen Meer.
Der Dezember-Weizenkontrakt an der Euronext in Paris schloss 1 Prozent niedriger bei 247,25 Euro (287,30 Dollar) pro Tonne, nachdem er zuvor die Gewinne der vorangegangenen Sitzung ausgebaut hatte und sich dem Hoch der Vorwoche von 259,25 Euro genähert hatte. Weizen in Chicago war im nächtlichen Handel um mehr als 3 Prozent gestiegen, als die US-Märkte nach dem Labor Day am Montag wieder öffneten, doch diese Gewinne schmolzen nach der Bestätigung des Telefonats dahin.investing+1
Das einstündige Gespräch zwischen Trump und Putin wurde laut Bloomberg vom außenpolitischen Berater des Kremls, Juri Uschakow, als "konstruktiv und recht offen" beschrieben. Die beiden Staatschefs tauschten sich über die jüngsten Besuche der US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner in Moskau und Kyiv aus. Die Präsidenten "kamen überein, in Kontakt zu bleiben und sich bei Bedarf umgehend anzurufen", so Uschakow.bloomberg
Die Weizenmärkte waren Anfang der Woche aufgrund der Enttäuschung über das Ausbleiben eines Durchbruchs während der diplomatischen Bemühungen am Wochenende gestiegen. Witkoff und Kushner trafen am Samstag in Moskau ein, bevor sie am Sonntag zu Gesprächen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj nach Kyiv reisten. Die Gesandten sprachen von einer "neuen Dynamik", doch Selenskyj erklärte gegenüber Reportern, er erwarte, dass "der Krieg" bis in die Wintermonate andauern werde, so der Kyiv Independent.npr+2
Der direkte Kontakt zwischen den Präsidenten ließ jedoch die Markterwartungen wieder aufleben, dass die Verhandlungen ernsthaft wieder aufgenommen werden könnten. Der ukrainische Getreidekorridor im Schwarzen Meer ist seit der russischen Invasion im Februar 2022 ein ständiger Streitpunkt im globalen Weizenhandel, und jeder Fortschritt in Richtung einer Einigung drückt tendenziell die Preise, da Händler die Möglichkeit wiederaufgenommener ukrainischer Exporte einpreisen.
Putin versicherte Trump während des Gesprächs laut der Financial Times, die von mehreren Medien zitiert wurde, dass Russland keine "aggressiven Pläne" gegen Europa habe. Al Jazeera berichtete, dass das Telefonat zu einem Zeitpunkt stattfand, an dem die USA ihre Bemühungen um eine umfassendere Einigung im Ukraine-Konflikt wieder aufnehmen. Ob die erneute diplomatische Aktivität zu konkreten Fortschritten führt, bleibt ungewiss. Bloomberg berichtete, dass die Verbündeten der Ukraine zunehmend davon ausgehen, dass sich der Krieg bis 2027 hinziehen wird.politicalwire+3