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bls+1ndtvprofit+1bastillepost+1Ein überragender US-Arbeitsmarktbericht für August hat die Weichen für eine richtungsweisende Woche an den globalen Märkten gestellt. Die Veröffentlichung der US-Verbraucherpreisdaten am Freitag und der Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank am Donnerstag könnten die Erwartungen an die Geldpolitik auf beiden Seiten des Atlantiks grundlegend verändern.
Die US-Wirtschaft hat im August 162.000 neue Stellen geschaffen. Dies ist fast das Dreifache der von Dow Jones befragten Ökonomen prognostizierten 53.000 Stellen, wie aus den am Freitag vom Bureau of Labor Statistics veröffentlichten Daten hervorgeht. Die Arbeitslosenquote blieb unverändert bei 4,1 Prozent. Dieser kräftige Zuwachs beendete die Flaute bei den Neueinstellungen im Sommer und heizte Spekulationen an, dass die Federal Reserve die Zinsen noch in diesem Monat anheben könnte, um die hartnäckige Inflation zu bekämpfen.reuters+2
Die durchschnittlichen Stundenlöhne stiegen im Monatsvergleich um 0,3 Prozent und im Jahresvergleich um 3,1 Prozent, was leicht über den Erwartungen lag. Die Stärke des Arbeitsmarktes erschwert die Berechnungen der Fed, da die Inflation nach wie vor deutlich über ihrem Zielwert von 2 Prozent liegt.cnbc+1
Der US-Verbraucherpreisindex für August, der am Freitag, dem 11. September, veröffentlicht wird, dürfte der am genauesten beobachtete Wirtschaftsindikator der Woche sein. Ökonomen erwarten, dass die Gesamtinflation im Vergleich zum Vormonat um 0,4 Prozent steigt, was eine deutliche Beschleunigung gegenüber dem Plus von 0,1 Prozent im Juli bedeuten würde. Die Jahresrate soll stabil bei 3,4 Prozent verharren. Für die Kernrate, die Nahrungsmittel und Energie ausschließt, wird ein monatlicher Anstieg von 0,2 Prozent prognostiziert, wobei die Jahresrate leicht von 2,5 Prozent auf 2,4 Prozent zurückgehen dürfte.ndtvprofit+2
Der Erzeugerpreisindex für August, der am Donnerstag ansteht, wird einen ersten Hinweis auf den Druck bei den Großhandelspreisen liefern. Steigende Energiekosten im Zusammenhang mit dem Konflikt zwischen den USA und dem Iran sowie Störungen in der Straße von Hormus waren zuletzt ein anhaltender Treiber der Inflation, während anhaltende Handelsstreitigkeiten für zusätzliche Unsicherheit sorgen. Rohöl der Sorte Brent notierte Ende letzter Woche bei fast 96 US-Dollar pro Barrel.bastillepost+1
Der Rat der Europäischen Zentralbank wird seine Zinsentscheidung am Donnerstag, dem 10. September, nach einer zweitägigen Sitzung bekannt geben. Die Entscheidung fällt in eine Zeit, in der die Inflation in der Eurozone auf 3,3 Prozent gestiegen ist, ein Fast-Dreijahreshoch, was den Druck auf die Währungshüter zum Handeln erhöht.newsbytesapp+2
Im Laufe der Woche stehen zudem Auktionen von US-Staatsanleihen mit Laufzeiten von drei, zehn und 30 Jahren an. Deren Ergebnisse dürften die Renditeentwicklung und die Risikobereitschaft an den globalen Märkten beeinflussen. Die Analysten von JM Financial warnten, dass eine höher als erwartet ausfallende US-Inflation Gold, Aktien und Kapitalflüsse in Schwellenländer unter Druck setzen könnte, da sich die Erwartungen an Zinserhöhungen verfestigen.money.rediff+1
Die jüngsten, eher taubenhaften Äußerungen von Fed-Gouverneur Christopher Waller boten zwar ein gewisses Gegengewicht, doch die Kombination aus starken Arbeitsmarktdaten und hoher Inflation hält die Märkte vor einer der ereignisreichsten Wochen des Quartals in Atem.money.rediff