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bloombergarabnewsarabnews+1Die wohlhabendsten Staaten am Persischen Golf halten an ihren Plänen zum massiven Ausbau der Infrastruktur für künstliche Intelligenz fest, obwohl der Krieg zwischen den USA und dem Iran Rechenzentren wiederholt zu militärischen Zielen gemacht und die Region destabilisiert hat.
Staatlich unterstützte Unternehmen in den Vereinigten Arabischen Emiraten haben die Arbeiten an einem weitläufigen KI-Campus in Abu Dhabi fortgesetzt, der fünf Gigawatt Rechenleistung bereitstellen soll. Dabei wurden Maßnahmen zum Schutz der Arbeiter auf dem Höhepunkt des Konflikts ergriffen, berichtete Bloomberg am Freitag. Saudi-Arabien hat seit dem Start der Vision 2030 mehr als 16 Milliarden Rial (4,26 Milliarden Dollar) in Rechenzentren investiert und ist von knapp 60 betriebsbereiten Anlagen zu einem Sektor gewachsen, der nun das Rückgrat der wirtschaftlichen Diversifizierungsstrategie des Königreichs bildet.bloomberg+2
Ein neuer PwC Global Data Centre Outlook prognostiziert, dass der Nahe Osten bis 2050 das weltweit schnellste Wachstum bei Investitionen in Rechenzentren verzeichnen wird, was kumulierte Investitionsausgaben von 1,1 Billionen Dollar anziehen könnte. Weltweit werden die Ausgaben für Rechenzentren im gleichen Zeitraum voraussichtlich 31,6 Billionen Dollar erreichen, wobei die Zahl auf 50 Billionen Dollar steigen könnte, wenn sich die KI-Einführung über die zentralen Prognosen hinaus beschleunigt.gdnonline+3
PwC führt die überdurchschnittliche Wachstumsrate im Nahen Osten teilweise auf die geringe bestehende installierte Basis und die Fähigkeit der Golfregierungen zurück, Entwicklungszeiten durch die Koordinierung von Energie, Kapital und Planung mittels zentralisierter Entscheidungsfindung zu verkürzen. Die jährlichen globalen Investitionsausgaben für Rechenzentren werden voraussichtlich von etwa 800 Milliarden Dollar im Jahr 2026 auf 1,8 Billionen Dollar bis 2050 steigen.qz+1
Der fünf Gigawatt starke Campus der VAE, der von G42 in Partnerschaft mit US-Technologieunternehmen geleitet wird, wurde 2025 als das größte KI-Infrastrukturprojekt außerhalb der Vereinigten Staaten vorgestellt. Die erste 200-Megawatt-Phase sollte laut Reuters 2026 in Betrieb gehen. Bloomberg berichtete im April, dass G42 den Spatenstich für das Projekt vorbereitet hatte, selbst als die regionalen Spannungen eskalierten.reuters+2
Die Kapazität der Rechenzentren in Saudi-Arabien ist laut offiziellen saudi-arabischen Daten von 68 Megawatt im Jahr 2021 auf mehr als 467 Megawatt im ersten Quartal 2026 gestiegen, während die Gesamtinvestitionen in Rechenzentren und digitale Infrastruktur 56,2 Milliarden Rial (14,87 Milliarden Dollar) überschritten haben. Humain, der Arm des Königreichs für KI-Infrastruktur, strebt bis 2030 eine Rechenkapazität von 1,9 Gigawatt und bis 2034 von 6,6 Gigawatt an, unterstützt durch ein Investitionsvolumen von rund 77 Milliarden Dollar.arabnews+1
Der Ausbau ist nicht frei von Schwachstellen. PwC warnte, dass der Nahe Osten in einem Szenario mit strengeren Exportkontrollen für fortschrittliche Halbleiter und Vergeltungsbeschränkungen für kritische Rohstoffe die am stärksten proportional betroffene Region wäre, wobei die kumulierten Investitionsausgaben um 29 Prozent sinken würden. Die Auswirkungen würden sich auf Saudi-Arabien, Katar und die VAE konzentrieren, wo die geplante Kapazität stark davon abhängt, international mobile KI-Workloads anzuziehen.arabnews+1
"Rechenzentren werden zur Infrastruktur, die darüber entscheidet, wer in der KI-Wirtschaft konkurriert", sagte Abir Harcha, leitender Technologieanalyst bei Infomineo.arabnews