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news.yahoo+1cnn+1reuters+1Die britische Regierung setzt KI-gestützte Wettervorhersagesysteme ein, um klimaanfälligen Ländern dabei zu helfen, sich auf eines der stärksten El-Niño-Ereignisse der Geschichte vorzubereiten, wobei Meteorologen davor warnen, dass sich das Phänomen bis 2027 zu einem "Super-El-Niño" ausweiten könnte.
Das Foreign, Commonwealth and Development Office arbeitet mit dem Met Office zusammen, um KI-gestützte Prognosetools in Teilen Afrikas und Südostasiens einzuführen, beginnend mit den Philippinen. Die Initiative baut auf bestehenden, vom FCDO finanzierten Programmen wie WISER auf, das bereits Frühwarnsysteme in ganz Afrika unter der Leitung des Met Office unterstützt hat. Das Met Office entwickelt KI-Wettervorhersagekapazitäten durch sein Programm "AI for Numerical Weather Prediction" und sein maschinelles Lernmodell FastNet, die darauf abzielen, schnellere und präzisere Vorhersagen von Extremwetterereignissen zu liefern.news.yahoo+4
Die Ankündigung erfolgt, nachdem die Weltorganisation für Meteorologie eine 80-prozentige Wahrscheinlichkeit für El-Niño-Bedingungen zwischen Juni und August 2026 angegeben hat, während die NOAA am 11. Juni offiziell die Ankunft von El Niño erklärte.cnn+2
Laut dem Climate Prediction Center der NOAA besteht eine 63-prozentige Wahrscheinlichkeit, dass sich dieser El Niño von November 2026 bis Januar 2027 zu einem "sehr starken" Ereignis entwickelt, das zu den größten seit 1950 zählen würde. Um als Super-El-Niño zu gelten, müssen die tropischen Pazifikgewässer die Durchschnittstemperaturen um mehr als 2 Grad Celsius übersteigen.bbc+2
Die Auswirkungen könnten weitreichend sein. Regionen wie die Philippinen, Indonesien, Australien und Teile Afrikas sind einem erhöhten Dürrerisiko ausgesetzt, während im Norden Perus, im Süden Ecuadors und in Teilen Ostafrikas schwere Überschwemmungen auftreten könnten. Reuters berichtete, dass ein Super-El-Niño einen globalen Nahrungsmittelpreisschock auslösen könnte, mit prognostizierten Preiserhöhungen zwischen 10 % und 50 % bei wichtigen Rohstoffen.reuters+2
Fitch Ratings hat vor potenziellen wirtschaftlichen und inflationären Belastungen bis ins Jahr 2027 gewarnt und auf die 96-prozentige Wahrscheinlichkeit hingewiesen, dass die El-Niño-Bedingungen bis zum Zeitraum Dezember 2026 bis Februar 2027 anhalten werden. Schroders hat davor gewarnt, dass ein starker El Niño bis zum nächsten Jahr "rollende Wellen rohstoffbedingter Inflation" droht, da sich ändernde Niederschlagsmuster die landwirtschaftliche Produktion in wichtigen Anbauregionen stören. Besonders anfällige Pflanzen sind Reis, Palmöl, Zuckerrohr und Kaffee, bei denen Preissprünge von 50 % bis 100 % auftreten könnten.ideal-investisseur+2
Der Einsatz von KI-Prognosetools stellt einen Versuch dar, gefährdeten Nationen mehr Vorlaufzeit zur Vorbereitung zu geben, obwohl das Ausmaß eines potenziellen Super-El-Niño selbst fortschrittliche Warnsysteme auf die Probe stellen könnte.