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reutersreuters+1reutersDie Frasers Group von Mike Ashley hat ihren Anteil am deutschen Modekonzern Hugo Boss auf fast 48 Prozent aufgestockt. Das gab das britische Unternehmen am Dienstag bekannt und setzt damit seine ehrgeizige Expansion im Luxuseinzelhandel fort.reuters
Der Anstieg von 26,06 Prozent zum Zeitpunkt des Angebotsstarts im Juni geht auf Annahmen des freiwilligen Barangebots von Frasers in Höhe von 38 Euro pro Aktie für die verbleibenden Hugo-Boss-Aktien zurück. Trotz des deutlichen Zuwachses verfehlt der Schritt die absolute Mehrheit, die Frasers für eine vollständige Übernahme des deutschen Modehauses benötigen würde.marketscreener
Hugo Boss hatte die Aktionäre im vergangenen Monat aufgefordert, den aus Sicht des Unternehmens „finanziell unzureichenden“ feindlichen Übernahmeversuch im Wert von rund 2 Milliarden Euro abzulehnen. Das Angebot hatte Ende Juli die Genehmigung der Europäischen Union erhalten, womit eine entscheidende regulatorische Hürde genommen wurde.reuters+1
Trotz der Spannungen schlug der Aufsichtsratsvorsitzende von Hugo Boss, Stephan Sturm, am Dienstag versöhnliche Töne an. „Wir schätzen das anhaltende langfristige Engagement der Frasers Group bei HUGO BOSS und freuen uns auf eine weiterhin konstruktive Beziehung mit ihr als unserem größten Einzelaktionär“, erklärte Sturm in einer Mitteilung.marketscreener+1
Hugo Boss teilte mit, das Unternehmen werde seine im Dezember 2025 gestartete Strategie weiter umsetzen, die darauf abzielt, bis 2028 nachhaltiges Wachstum und langfristigen Wert für die Aktionäre zu schaffen.reuters
Die Aufstockung fügt sich in ein größeres Muster von Frasers ein. Das Unternehmen baut seine Handelsaktivitäten durch Übernahmen und bedeutende Beteiligungen stetig aus. Im vergangenen Monat hielt das Unternehmen seine Prognose für das Geschäftsjahr 2027 unter Verweis auf Unsicherheiten im Zusammenhang mit den Übernahmeangeboten für Hugo Boss und den australischen Schuhhändler Accent zurück.marketscreener
Da Frasers nun fast die Hälfte an Hugo Boss hält, der Vorstand sich einer vollständigen Übernahme jedoch widersetzt, bleibt die Frage offen: Wird der Konzern die vollständige Kontrolle anstreben oder sich mit der Rolle des dominanten Großaktionärs bei einer der bekanntesten Modemarken Deutschlands zufriedengeben?