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mlexmediapost+1hypebeast+1Meta sieht sich wegen seiner KI-gestützten Smartbrillen von Ray-Ban mit einer wachsenden weltweiten Welle von Gegenwind konfrontiert: Gerichte in England und Wales verbieten die Geräte in Justizgebäuden, in Deutschland wurde am Mittwoch Strafanzeige erstattet und Veranstaltungsorte im gesamten Vereinigten Königreich schränken ihren Einsatz aus Sorge vor heimlichen Aufnahmen ein.
Der His Majesty's Courts & Tribunals Service bestätigte, dass Meta-Brillen allen Personen abgenommen werden, die Justizgebäude in England und Wales betreten, und beim Verlassen zurückgegeben werden. "Es gibt klare Einschränkungen für das Anfertigen von Bildern oder Videos in Gerichten und Tribunalen, weshalb die Nutzung von Meta-Brillen verboten ist", sagte ein Sprecher. Die Entscheidung folgt auf ein früheres Verbot in New York sowie auf einen Vorfall, bei dem einem Kläger vorgeworfen wurde, während einer Verhandlung vor dem High Court eine Smartbrille getragen zu haben, um Anweisungen zu erhalten.mediapost+1
In Deutschland reichte die Digitalrechteorganisation HateAid am Mittwoch Strafanzeige gegen Meta, Ray-Ban, Oakley und verschiedene Händler ein. Sie argumentiert, dass das Modell "Wayfarer" nicht von gewöhnlichen Brillen zu unterscheiden sei und daher gegen deutsches Recht verstoße, das den Verkauf von Geräten verbietet, die "als Alltagsgegenstand getarnt sind und dazu bestimmt sind, unbemerkt zu filmen." HateAid fordert ein Verkaufsverbot, bis strengere "Safety-by-Design"-Schutzmaßnahmen umgesetzt werden.mlex
Die Pub-Kette Wetherspoons hat ein Verbot in ihren 800 Filialen durchgesetzt. Gründer Tim Martin erklärte, die Geräte verstießen gegen Regeln, die das Filmen von Kunden und Mitarbeitern ohne Erlaubnis untersagen. Gastronom Jeremy King verbot die Brillen in seinen Londoner Betrieben, und der private Mitgliederclub Soho House bittet seine Gäste nun, sie vollständig abzusetzen. ATG Theatres und Monopoly Events bei Comic-Con-Veranstaltungen haben ähnliche Einschränkungen erlassen.hypebeast
Die Gegenreaktion hat sich intensiviert, da Frauen berichten, heimlich gefilmt worden zu sein. NBC News berichtete über zunehmende Beschwerden über Videos, die ohne Zustimmung online gestellt wurden. Die Chicago Tribune berichtete, dass einige Nutzer Personen beauftragen, Löcher in das Gestell zu bohren, um die LED-Aufnahmeanzeige zu deaktivieren, und der Comedian Jimmy Kimmel nannte die Geräte im nationalen Fernsehen "Spion-Brillen für Spanner".nbcnews+1
Meta betont, dass die Brille während der Aufnahme eine blinkende LED-Anzeige nutzt und über Schutzmaßnahmen gegen Manipulationen verfügt, die die Kamera deaktivieren, wenn das Licht verdeckt wird. Ein Sprecher sagte, das Unternehmen habe "Datenschutz von Grund auf in unsere KI-Brillen integriert." Instagram-Chef Adam Mosseri erklärte im Juli, dass heimlich aufgenommene Inhalte auf der Plattform verboten werden. Meta hat rund 7 Millionen Paar verkauft und hielt im ersten Quartal 2026 etwa 69 % des Marktes für Smartbrillen.chicagotribune+1
Eine App namens Nearby Glasses, die Bluetooth-Signale nutzt, um Träger von Smartbrillen zu erkennen, wurde seit ihrer Veröffentlichung im Februar rund 110.000 Mal heruntergeladen. Ihr Schöpfer Yves Jeanrenaud sagte: "Es ist ein gesellschaftliches Problem, mit dem wir konfrontiert sind. Dass wir Privatsphäre nicht schätzen, dass wir uns das Recht herausnehmen, andere für unsere Unterhaltung oder unseren privaten Gewinn zu nutzen, und die Technologie verstärkt das noch."chicagotribune