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kitcoreuters+1profit.pakistantodayDer Goldpreis stieg am Freitag über 4.350 US-Dollar pro Unze, nachdem die US-Wirtschaft im Juli unerwartet Arbeitsplätze abgebaut hatte. Dieser herbe Dämpfer dämpfte die Erwartungen an weitere Zinserhöhungen der Federal Reserve drastisch und trieb Anleger in Scharen in das Edelmetall.
Das Bureau of Labor Statistics berichtete, dass die Beschäftigung außerhalb der Landwirtschaft im Juli um 23.000 Stellen sank. Dies war der erste monatliche Rückgang seit über einem Jahr und lag weit unter dem von Ökonomen prognostizierten Zuwachs von rund 85.000 Stellen. Die schwachen Zahlen folgten auf den ohnehin verhaltenen Zuwachs von 57.000 Stellen im Juni und den ADP-Bericht zu den privaten Arbeitsplätzen Anfang der Woche, der lediglich ein Plus von 44.000 Stellen ausgewiesen hatte.tradingeconomics+2
Der Spot-Goldpreis notierte zuletzt bei über 4.326 Dollar, was laut Reuters einem Tagesplus von mehr als 2 % und einem Wochenplus von über 7 % entspricht. Damit steuert Gold auf seine stärkste Woche seit Januar 2026 zu. Die Rally bedeutet eine Kehrtwende im Vergleich zum Wochenbeginn, als das Edelmetall noch nahe der Marke von 4.030 Dollar gehandelt wurde.investorsking+1
Der Schock am Arbeitsmarkt wirbelte die Erwartungen für die September-Sitzung der Federal Reserve durcheinander. Vor Veröffentlichung der Daten hatten Händler die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung noch auf 55 % beziffert. Die Terminmärkte reagierten prompt und preisen nun für den Rest des Jahres nur noch eine weitere Erhöhung ein, verglichen mit zwei Erhöhungen in der Vorwoche.profit.pakistantoday+1
Die veränderten Zinserwartungen senkten die Opportunitätskosten für das Halten von unverzinsten Vermögenswerten wie Gold. Matt Simpson, Senior Analyst bei StoneX, erklärte, die Marke von 4.000 Dollar habe sich als solide Unterstützung erwiesen. „Die Kursentwicklung spricht für sich, und es sieht ganz danach aus, als wolle Gold seine Rally“ in Richtung 4.600 Dollar fortsetzen.businesstimes
Nicht all Fed-Mitglieder teilen die taubenhafte Interpretation des Marktes. Fed-Gouverneurin Lisa Cook erklärte diese Woche, sie sei weiterhin zu Zinserhöhungen bereit, sollte sich die Inflation nicht abkühlen. Der Präsident der Fed von St. Louis, Alberto Musalem, warnte zudem, die Notenbank könne es sich „nicht leisten, eine anhaltend hohe Inflation zu tolerieren“.investing
Sinkende Rohölpreise sorgten für zusätzlichen Rückenwind. Die Sorte Brent verbilligte sich in dieser Woche um rund 7 %, nachdem sich der Iran und Oman auf einen Schifffahrtskorridor durch die Straße von Hormus geeinigt hatten. Niedrigere Energiekosten dämpfen die Inflationssorgen und nehmen der Fed den Druck, ihre restriktive Geldpolitik beizubehalten.ad-hoc-news+1
US-Präsident Donald Trump erklärte vor Journalisten, er glaube an ein baldiges Ende des Konflikts mit dem Iran. Dennoch erinnerten jüngste Angriffe von Gruppen, die dem Iran nahestehen, die Anleger daran, dass die Risiken für die weltweite Energieversorgung fortbestehen.profit.pakistantoday
Silber kletterte um mehr als 3 % auf über 63 Dollar je Unze, während Platin um 1,5 % zulegte und Palladium leichte Gewinne verbuchte. Alle drei Metalle steuern damit auf ein Wochenplus zu. Die Nachfrage aus China stützte den Sektor weiterhin, wobei goldgedeckte ETFs in China an 14 aufeinanderfolgenden Handelstagen Zuflüsse verzeichneten.investing+1
Tony Sycamore, Senior Market Analyst bei IG, betonte, dass die Behauptung des Kurses über dem Tief von Ende Juni bei rund 3.942 Dollar die Argumente für eine Fortsetzung der Rally in Richtung der 200-Tage-Linie bei etwa 4.489 Dollar stärke.investing