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RBC-Ukraine+1Reuters+1EADaily+1Die Weizen-Futures in Chicago sind diese Woche stark gestiegen und haben erstmals seit zwei Jahren die Marke von 7,00 Dollar je Bushel überschritten, da eskalierende Angriffe auf Getreideschiffe und Hafeninfrastruktur in der Schwarzmeerregion die Exporte der beiden weltgrößten Weizenlieferanten drosseln.
Russland hat ein vorübergehendes Verbot für Schiffsverkehr in und aus Noworossijsk, seinem größten Getreideexportangriffshafen, zwischen Mitternacht und 5:00 Uhr morgens nach ukrainischen Drohnenangriffen erlassen, wie drei von Reuters am 22. Juli zitierte Branchenkreise mitteilten. Der Befehl wurde mündlich erteilt, ohne dass offizielle Dokumente veröffentlicht wurden. Noworossijsk bewältigt einen erheblichen Teil der russischen Seeexporte von Getreide, wobei rund 90 Prozent über südliche Schwarzmeerhäfen abgewickelt werden.RBC-Ukraine+4
Die Einschränkung kam zu den bereits bestehenden Störungen hinzu, die die Region belasten. Russland hatte begonnen, Getreidelieferungen aus dem Asowschen Meer umzuleiten, nachdem ukrainische Drohnenangriffe dort im frühen Juli mehrere Handelsschiffe getroffen und den Verkehr durch die Kertsch-Straße lahmgelegt hatten. In der Ukraine wiederum zogen sich Reeder von Anläufen ukrainischer Schwarzmeerhäfen zurück, nachdem russische Raketenangriffe die Infrastruktur in der Region Odesa getroffen hatten. Dem Land ging dadurch schätzungsweise ein Drittel seiner Exportkapazität verloren, wie die Financial Times unter Berufung auf ukrainische Medien berichtete.Reuters+1
Der September-Kontrakt für weichen roten Winterweizen der CBOT CME Group Inc. stieg am 22. Juli um rund 28 Cents auf etwa 7,06 Dollar je Bushel, während Hartroter Winterweizen in Kansas City um rund 31 Cents auf 7,64 Dollar je Bushel kletterte. An der Pariser Börse Euronext stiegen die Benchmark-Mahlweizenfutures um 4,4 Prozent auf 245 Euro je Tonne, und Maispreise erreichten den höchsten Stand seit April 2023. Der Anstieg verlängerte die Gewinne, die einsetzten, nachdem Russland und Ukraine ab dem 10. Juli gegenseitig Angriffe auf ihre Getreideexporttore verübt hatten.MGN.com+4
"Das fühlt sich weniger nach einem Wettermarkt an als vielmehr nach den Anfängen der Invasion im Jahr 2022", sagte Mike Zuzolo von Global Commodity Analytics und verwies auf eine fast 98-prozentige Korrelation zwischen Weizen- und Rohölpreisen während des aktuellen Aufschwungs.youtube
Die Transportunterbrechungen kommen zu einem kritischen Zeitpunkt für die globalen Weizenmärkte. Russland und Ukraine vereinen mehr als ein Viertel der weltweiten Weizenexporte auf sich, und die Exportinfrastruktur beider Länder wird gleichzeitig beschädigt. Die europäische Getreideerzeugung wird voraussichtlich um mehr als 9 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurückgehen, dem stärksten Rückgang seit zwei Jahrzehnten, da Hitzewellen die Ernten auf dem gesamten Kontinent schädigen. In den Vereinigten Staaten meldete die North Dakota Crop Tour Durchschnittserträge beim Sommerweizen von 45,9 Bushel je Acre, fast vier Bushel unter dem Vorjahresniveau.EIR News+3
Französische und rumänische Weizenpreise sind in der vergangenen Woche um 16 bis 19 Dollar je Tonne gestiegen, während US-Weizen laut UkrAgroConsult um rund 12 Dollar je Tonne zulegte. Angesichts sich verknappender globaler Weizen-Lagerbestände, die sich dem Niveau von 2013 nähern, sehen Händler kaum Zeichen der Entlastung, solange die Feindseligkeiten im Schwarzen Meer anhalten.Ukragroconsult+1