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Straits+1TRADING ECONOMICS+1Zacks Investment Research+1Brent-Rohöl ist am Mittwoch über die Marke von 100 Dollar gestiegen und hat damit zum ersten Mal seit den ersten Wochen der Krise in der Straße von Hormus im März die psychologisch wichtige dreistellige Schwelle überschritten, da erneute Störungen der Schifffahrt durch die lebenswichtige Wasserstraße die globalen Energiemärkte erschütterten. Der Preisanstieg trieb die Renditen von US-Staatsanleihen auf Jahreshöchststände und verstärkte die Debatte darüber, ob die US-Notenbank Federal Reserve auf ihrer Sitzung am 29. Juli zu Zinserhöhungen gezwungen sein wird.
Brent-Öl wurde am späten Mittwoch bei über 101 Dollar je Barrel gehandelt, was laut dem Schifffahrts-Tracker Straits Live einem Anstieg von mehr als 7 Prozent innerhalb von 24 Stunden entspricht. Rigzone hatte zuvor im Tagesverlauf einen Brent-Preis von 98,25 Dollar gemeldet, was einem Plus von 14 Dollar je Barrel gegenüber dem Schlusskurs vom 16. juli entspricht. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen stieg laut Trading Economics auf 4,71 Prozent und damit auf den höchsten Stand seit Januar 2025, nach 4,63 Prozent noch zwei Tage zuvor.Stlouisfed+3
Die am Donnerstag veröffentlichte Umfrage zum US-Hypothekenmarkt von Freddie Mac zeigte, dass der durchschnittliche Zinssatz für 30-jährige feste Hypotheken bei 6,58 Prozent lag, nach 6,55 Prozent in der Vorwoche. Der MBA-Hypothekenzins für 30-jährige Kredite lag in der Woche zum 17. Juli bei 6,69 Prozent, da die Kreditkosten den Renditen nach oben folgten.Freddie Mac+1
Die Terminmärkte haben die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung durch die Fed auf der Sitzung des Offenmarktausschusses am 28. und 29. Juli neu eingepreist. Anfang Juli zeigten CME Fed Funds Futures eine Wahrscheinlichkeit von etwa 25 Prozent für eine Anhebung, nach einstelligen Werten zu Jahresbeginn. Ein Reuters-Bericht von Ende Juni zeigte, dass die Wahrscheinlichkeit kurzzeitig 30 bis 40 Prozent erreichte, bevor sie nach neuen Konjunkturdaten wieder nachließ. Da die Fed die Zinsen das ganze Jahr über bei 3,50 bis 3,75 Prozent gehalten hat und die Inflation bei 4,2 Prozent liegt, sahen Händler laut einem CNBC-Bericht im Mai eine Wahrscheinlichkeit von 43 Prozent für eine straffere Geldpolitik noch vor Jahresende.CNBC+2
Der S&P 500 gab am Mittwoch 0,14 Prozent auf 7.498,96 Punkte nach, während der Nasdaq Composite um 0,57 Prozent sank. Obwohl die Rückgänge moderat ausfielen, verhielten sich Investoren vor wichtigen Technologie-Quartalszahlen und angesichts der eskalierenden US-iranischen Feindseligkeiten, die die Straße von Hormus seit dem 18. April praktisch blockiert halten, äußerst vorsichtig.Blogger+2
EZB-Präsidentin Christine Lagarde hat gewarnt, dass ein anhaltender Konflikt im Nahen Osten die Inflation in der Eurozone über einen längeren Zeitraum über das Ziel treiben und den Weg für mögliche Zinserhöhungen ebnen könnte. Die Inflation in der Eurozone erreichte im Mai 3,2 Prozent, angetrieben durch Energiepreise, die im Jahresvergleich um fast 11 Prozent stiegen.reuters.com+1
Die Rückkehr des Ölmarktes zu dreistelligen Preisen unterstreicht die Fragilität der aktuellen geopolitischen Lage. Barclays hatte seine Prognose für Brent-Öl im Jahr 2026 bereits im Mai auf 100 Dollar je Barrel angehoben und gewarnt, dass der Preisschock umso größer und hartnäckiger ausfallen werde, je länger die Störungen im Hormus-Kanal andauern.الشرق الأوسط