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India Today+1Investing.com+1MarketScreener+1Der Chefökonom der Weltbank, Indermit Gill, warnte am Dienstag, dass die Eskalation der Feindseligkeiten zwischen den USA und dem Iran das globale Wirtschaftswachstum im Jahr 2026 auf nur noch 1,3 Prozent drücken könnte. Das wäre weniger als die Hälfte der im Vorjahr verzeichneten 2,9 Prozent, während die weltweite Gesamtinflation auf 4,5 Prozent steigen könnte.Investing.com+1
In einem Interview mit Reuters sagte Gill, dass das im Juni-Ausblick der Weltbank skizzierte Negativszenario, bei dem schwere Störungen der Energieversorgung mit Turbulenzen an den Finanzmärkten einhergehen, der Realität immer näher rückt, da der Konflikt zwischen den USA und dem Iran ohne absehbare Lösung in seinen fünften Monat geht.TRADING ECONOMICS+1
Gill hat wiederholt Alarm geschlagen wegen der kaskadierenden Auswirkungen des Krieges auf die ärmsten Volkswirtschaften der Welt. In einem früheren Interview mit AFP warnte der Chefökonom, dass die Zahl der rund 300 Millionen Menschen, die bereits unter akuter Unsicherheit bei der Nahrungsmittelversorgung leiden, bei einem Andauern der Krise um 20 Prozent steigen könnte. Die Blockade der Straße von Hormus hat die Düngemittelpreise in die Höhe getrieben, was künftige Ernten in bereits hoch verschuldeten Ländern bedroht.yahoo+1
Die Kombination aus steigender Inflation und verlangsamtem Wachstum stellt laut Gill einen „Doppelschlag“ für hochverschuldete Entwicklungsländer dar und erschwert deren Fähigkeit, Schulden zu bedienen, da die Kreditkosten steigen. Der Weltbank-Bericht Global Economic Prospects vom Juni stufte die Wachstumsprognosen für zwei Drittel der Volkswirtschaften weltweit herab.Reuters+2
Die Finanzmärkte wurden durch wochenlange Schwankungen in den Feindseligkeiten zwischen Washington und Teheran um die Kontrolle über die Straße von Hormus erschüttert. Am Montag fielen die wichtigsten US-Aktienindizes, wobei der Dow Jones Industrial Average um mehr als 300 Punkte nachgab, da sich Anleger auf eine weitere Eskalation einstellten. Die Ölpreise sind in diesem Monat kräftig gestiegen, wobei Brent-Rohöl nach Handelsdaten im vergangenen Monat um mehr als 17 Prozent zulegte.MarketScreener+1
Die jüngste Welle der Instabilität folgt einem Muster, das sich seit Anfang Juli wiederholt, als Präsident Donald Trump die Waffenruhe mit dem Iran für „beendet“ erklärte und die USA neue Angriffe auf iranische Militärziele starteten. Der Iran reagierte mit Angriffen auf US-Einrichtungen in Bahrain und Kuwait, und der Zyklus der Angriffe setzte sich mit einer neuen Welle von US-Schlägen gegen iranische Stellungen noch am 15. Juli fort.CNBC+2
Die Basisprognose der Weltbank von 2,5 Prozent globalem Wachstum entsprach bereits dem langsamsten Tempo seit der COVID-19-Pandemie. Gills Warnung deutet darauf hin, dass sich selbst dieser gedämpfte Ausblick als zu optimistisch erweisen könnte, falls sich der Konflikt weiter verschärft.RTÉ+1