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nj+1.the-independent+1.the-independent+1.flixpatrol.menshealth.Netflix hat mit „House of Guinness“ ein neues Historiendrama gestartet, das trotz heftiger Kritik irischer Rezensenten an der Darstellung der irischen Geschichte und Kultur schnell die Spitze der globalen Streaming-Charts erklommen hat.
Die achtteilige Serie, die von Steven Knight, dem Schöpfer von „Peaky Blinders“, entwickelt wurde, feierte am 25. September Premiere und erreichte innerhalb weniger Tage den dritten Platz in den globalen Top 10 von Netflix. Zum 4. Oktober belegt die Serie weltweit den vierten Platz und ist die meistgesehene Netflix-Serie in Irland.menshealth+3
Die Serie stieß bei irischen Medien auf besonders heftige Kritik. Die „Irish Times“ geißelte Knights „rudimentäres Verständnis von Irlands Erfahrungen mit dem Kolonialismus“. Kritiker nahmen die Charakterzeichnungen ins Visier: Der Rezensent Ed Power verglich die Figur des Sean Rafferty, gespielt von James Norton, mit einem „Steampunk-Mr. Tayto“ – eine Anspielung auf Irlands berühmtes Kartoffelchip-Maskottchen – und beschrieb die revolutionären Fenians als Leute, die sich kleiden und sprechen „wie wilde Leprechauns“.the-independent+2
Der „Irish Independent“ bezeichnete die Serie als „Schocker“, der Authentizität verschenke, und kritisierte die Abhängigkeit von Klischees und historischen Verzerrungen. Ann Marie Hourihane schrieb, dass die Produzenten zwar einräumten, die Serie sei Fiktion, „aber ein Großteil unserer populären Geschichte ist ebenfalls Fiktion, und oft schädliche Fiktion. Wir brauchen sicherlich nicht noch mehr davon“.reddit+1
Sogar Mitglieder der echten Guinness-Familie äußerten Bedenken. Molly Guinness, die Ur-Ur-Ur-Enkelin von Sir Benjamin Guinness, beklagte, dass die Charaktere der Show „direkt aus einem Bingo-Katalog moderner Klischees über reiche Leute“ stammten.esquire+1
Trotz des kritischen Gegenwinds hat sich „House of Guinness“ beim globalen Publikum als erfolgreich erwiesen und in der ersten Woche 5,2 Millionen Aufrufe sowie 35,7 Millionen gestreamte Stunden erzielt. In der Serie spielen Anthony Boyle, Louis Partridge, Emily Fairn und Fionn O'Shea die vier Guinness-Geschwister, die nach dem Tod ihres Vaters im Dublin der 1860er Jahre mit familiären Rivalitäten und politischen Spannungen zu kämpfen haben.nj+3
Das Drama wurde unter Mitwirkung von Ivana Lowell entwickelt, einer Nachfahrin der Guinness-Familie, die die Idee beim Schauen von „Downton Abbey“ hatte. Knight nutzte historische Ereignisse als „Sprungbretter“, während er erzählerische Lücken mit fiktiven Elementen füllte.radiotimes+1
Knight hat ehrgeizige Pläne für die Zukunft der Serie geäußert und gegenüber dem „Irish Mirror“ erklärt: „Wir werden Staffel 2, 3 und 4 machen… Ja, absolut, wir werden das bis in die 1960er Jahre durchziehen.“ Netflix hat eine Verlängerung jedoch noch nicht offiziell angekündigt, obwohl die starken Zuschauerzahlen weitere Staffeln wahrscheinlich machen.esquire+2
Die Serie ergänzt das wachsende Portfolio an Historiendramen von Netflix und kombiniert die politische Intrige von „Succession“ mit der rauen historischen Atmosphäre, die Knights „Peaky Blinders“ zu einem weltweiten Phänomen machte.collider+1