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cbc.ca+1.afp.com.cnbc.com+1.Falsche Bombendrohungen haben am Donnerstag, dem 5. November, mindestens 27 Passagierflüge in ganz Europa gestört. Es war die zweite Welle von Drohungen in dieser Woche. Einige Flugzeuge führten ungeplante Landungen durch, andere wurden von Kampfjets eskortiert. Es wurden keine Sprengstoffe gefunden. Die britische Verkehrsministerin Heidi Alexander bezeichnete sie als "böswillige falsche Drohungen". Kein Land hat sich zu den Vorfällen bekannt.bbc.com+3
Der schwerwiegendste Fall betraf einen Aer Lingus-Flug von Dublin nach Rom. Französische Kampfjets fingen das Flugzeug ab und eskortierten es zur Militärbasis Evreux, etwa 100 Kilometer westlich von Paris. Das Büro des französischen Premierministers teilte mit, man habe den Abfangvorgang angeordnet, "da der Pilot nicht wie erwartet mit den Behörden kooperierte". Der Staatsanwalt von Evreux, Remi Coutin, sagte gegenüber AFP, der Pilot habe sich "angeblich geweigert", auf der Basis zu landen, und einen zivilen Flughafen bevorzugt. Alle 151 Passagiere und sechs Besatzungsmitglieder blieben unverletzt. Ein Passagier berichtete der BBC, dass die Menschen zweieinhalb Stunden an Bord bleiben mussten, während Polizei und Soldaten das Flugzeug mit Spürhunden durchsuchten.afp.com+2
Bulgarische Kampfjets eskortierten drei Ryanair -Flüge, die von Madrid, Kopenhagen und London nach Bulgarien unterwegs waren. Der Flug aus London wurde nach Plowdiw umgeleitet. Italienische Kampfjets eskortierten einen Finnair-Flug von Helsinki nach Rom, und ein Wizz Air-Flug von Mailand nach Warschau wurde nach Wien umgeleitet. Die spanische Guardia Civil gab an, innerhalb von 20 Minuten drei Drohungen per E-Mail erhalten zu haben. Diese betrafen Flüge von Air Europa und Iberia; die Passagiere mussten das Flugzeug verlassen, während die Maschinen überprüft wurden. Die tschechische Polizei stufte Drohungen gegen vier nach Prag fliegende Maschinen als wenig glaubwürdig ein.cbc.ca+1
AFP konnte Droh-E-Mails einsehen, die an Flughäfen in Rom und Sofia geschickt wurden. Sie enthielten frauenfeindliche Botschaften und behaupteten, von "Kämpfern des Male State" zu stammen. Eine E-Mail warnte: "Die Explosion wird in 60 Minuten erfolgen. Heute wird sich euer Himmel rot färben." Eine rechtsextreme Bewegung in Russland verwendet den Namen Male State, und russische Gerichte stempelten sie 2021 als "extremistisch" ein. AFP konnte keine Verbindung zwischen dieser Gruppe und den E-Mails bestätigen. Auch die BBC berichtete, es sei unklar, ob die E-Mail echt sei.bbc.com+1
EU-Verkehrskommissar Apostolos Tzitzikostas sagte, es sei "zu früh, um Schlussfolgerungen darüber zu ziehen, ob die gemeldeten Vorfälle miteinander verknüpft sind". Er fügte hinzu, dass das EU-System zum Austausch von Informationen über die Luftfahrtsicherheit aktiviert worden sei. Die Drohungen vom Donnerstag folgten auf einen Wizz Air-Flug, der am Montag nach Budapest umgeleitet wurde. Am Dienstag führten weitere Drohungen zur kurzzeitigen Schließung eines Flughafens bei Warschau. Europäische Beamte haben Russland andernorts "Hybridangriffe" vorgeworfen, sie haben das Land jedoch nicht für diese Drohungen verantwortlich gemacht.cnbc.com+2
Philip Baum, Experte für Luftfahrtsicherheit an der Coventry University, sagte, die Drohungen dieser Woche "scheinen bis zu einem gewissen Grad koordiniert zu sein". Er erklärte, die Behörden behandelten sie als spezifisch genug, um vollständige Landungen und Inspektionen zu erfordern.aljazeera.com