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ommcomnews+1meduzarferl+1Der russische Außenminister Sergej Lawrow erklärte am Dienstag, Moskau sei bereit, nach "vernünftigen Kompromissen" in der Ukraine zu suchen, halte aber an seiner Forderung fest, die NATO von Russlands Grenzen fernzuhalten. Dies geschieht vor dem Hintergrund intensiver diplomatischer Bemühungen um einen möglichen Energiewaffenstillstand im Vorfeld der UN-Generalversammlung Ende des Monats.
"Wir sind bereit, innerhalb dieser Position nach vernünftigen Kompromissen zu suchen, aber grundlegend haben wir unsere Ziele nicht geändert: unsere Sicherheit zu gewährleisten und die Präsenz der NATO an unseren Grenzen zu verhindern", sagte Lawrow am 15. September während eines Botschafter-Rundtischgesprächs zur Ukraine-Regelung. Er fügte hinzu, dass Russland das Interesse der USA an einer Vermittlung begrüße. "Das Wichtigste ist, dass die Vereinigten Staaten die Grundursachen dieses Konflikts verstehen, im Gegensatz zu allen anderen westlichen Ländern", sagte er.ommcomnews+1
Lawrow bekräftigte, dass Russland "niemals Verhandlungen verweigert" habe und dass Moskau für bilaterale wie trilaterale Formate offen sei. "Wir haben etwas zu sagen", erklärte er laut der Kyiv Post. Er bestätigte zudem Pläne für ein Treffen mit dem US-Außenminister Marco Rubio am Rande der UN-Generalversammlung in New York, wo vom 22. bis 28. September ministerielle Veranstaltungen geplant sind. Vertreter sowohl Russlands als auch der Ukraine haben angedeutet, dass die Gespräche im Oktober wiederaufgenommen werden könnten, wobei Abu Dhabi als möglicher Veranstaltungsort gilt.meduza+1
Lawrows Äußerungen fielen in eine Zeit der Unsicherheit über einen von US-Präsident Donald Trump vorgeschlagenen Energiewaffenstillstand. Am 14. September postete Trump auf Truth Social: "Die Ukraine hat zugestimmt, keine russischen Energieziele anzugreifen. Russland hat zugestimmt, dasselbe zu tun!" Doch wie RFE/RL berichtete, begrüßte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow zwar Trumps Aufruf an die Ukraine, Angriffe auf russische Energieinfrastruktur einzustellen, ohne jedoch zu bestätigen, dass Moskau im Gegenzug dasselbe tun werde.rferl
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj reagierte mit Bedingungen und schrieb auf X, die Ukraine werde Angriffe nur dann einstellen, "wenn unsere Partner bereit sind sicherzustellen, dass Russland tatsächlich davon absieht, unser Stromnetz, andere Energieanlagen, kritische Infrastruktur und Lebensmittelversorgungsrouten anzugreifen". Er betonte, jeder Teilwaffenstillstand müsse "zuverlässig und langfristig" sein und auch über die für den 18. bis 20. September geplanten russischen Parlamentswahlen hinaus Bestand haben.politico+1
Trotz der diplomatischen Signale haben die Kämpfe nicht aufgehört. Das russische Verteidigungsministerium teilte mit, seine Streitkräfte hätten über Nacht Drohnenangriffe auf ukrainische Logistikinfrastruktur durchgeführt, darunter Ziele in der Region Odessa und im Hafen von Tschornomorsk. Das ukrainische Parlament stimmte zudem für die Entlassung des Generalstaatsanwalts Ruslan Krawtschenko, der das Amt seit Juni 2025 innehatte, nachdem ein Korruptionsskandal in seinem Büro bekannt geworden war. Der von Selenskyj eingereichte Antrag wurde mit 317 Stimmen angenommen.chinadailyhk
Drei Runden trilateraler Gespräche zwischen den USA, der Ukraine und Russland fanden im Januar und Februar 2026 statt – zwei in Abu Dhabi und eine in Genf –, doch seitdem gab es keine Gespräche in diesem Format mehr.meduza