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reutersmorningstar+1reuters+1Die globalen Weizen-Futures fielen am Donnerstag deutlich, nachdem der russische Präsident Wladimir Putin erklärt hatte, es gebe eine Chance auf ein Friedensabkommen zur Beendigung des Krieges in der Ukraine. Dies löste eine Welle von Gewinnmitnahmen an den Getreidemärkten aus, die in den letzten Wochen aufgrund eskalierender Versorgungsstörungen im Schwarzen Meer auf mehrjährige Höchststände gestiegen waren.
Während der Plenarsitzung des Östlichen Wirtschaftsforums in Wladiwostok sagte Putin: "Gibt es eine Chance? Meiner Ansicht nach ja, die gibt es", in Bezug auf die Aussicht auf eine ausgehandelte Lösung. Er merkte an, dass mehrere Länder, darunter die USA und China, bereit seien, ein Friedensabkommen zu unterstützen. Er fügte jedoch hinzu, dass die Wiederaufnahme von Gesprächen schwieriger geworden sei, da die Ukraine Schiffe angreife und Kiew zivile Flugzeuge dazu aufgerufen habe, den russischen Luftraum zu meiden.reuters+1
Dezember-Weizen an der in Paris ansässigen Euronext fiel um 3,2 Prozent auf 248,5 Euro pro Tonne, nachdem er im Handelsverlauf zeitweise auf 243,25 Euro gefallen war. In Chicago fiel der Dezember-Weizen an der Chicago Board of Trade um 2,8 Prozent auf 7,52 1/4 Dollar pro Scheffel und korrigierte damit von den mehrjährigen Höchstständen, die Anfang der Woche erreicht wurden. Laut Trading Economics sank der Weizenpreis um mehr als 4 Prozent gegenüber dem Schlusskurs des Vortages.marinelink+3
Der Ausverkauf verlangsamte sich im weiteren Verlauf der Sitzung, da Händler zu dem Schluss kamen, dass Putins Aussagen keine unmittelbare militärische Deeskalation signalisierten. "Die Märkte reagieren empfindlich auf jede Nachricht, die eine Wiederaufnahme der russischen und ukrainischen Getreideexporte ohne Angriffe ermöglichen könnte", sagte ein deutscher Händler gegenüber Reuters. Aber das fundamentale Bild blieb laut Händlern unverändert: Getreide aus dem Schwarzen Meer wird weitgehend nicht verschifft, und der Konflikt im Nahen Osten hat die Rohölpreise in die Höhe getrieben.marinelink
Die Kommentare kamen nach wochenlang steigenden Weizenpreisen, die durch Störungen der Exporte aus dem Schwarzen Meer verursacht wurden. Wie Al Jazeera berichtete, waren die Weizenpreise aufgrund der Auswirkungen des Krieges auf die Schifffahrtsrouten und der durch Dürre bedingten Produktionsrückgänge stark gestiegen. Axios stellte fest, dass Weizen auf Niveaus gehandelt wurde, die seit Anfang 2023 nicht mehr gesehen wurden.aljazeera+1
Putins Friedenssignale begrenzten auch die Gewinne an den Energiemärkten. Die Ölpreise waren nach US-Angriffen auf den Iran Anfang der Woche gestiegen, wobei Brent-Rohöl-Futures auf 95,78 Dollar pro Barrel und US West Texas Intermediate auf 91,64 Dollar kletterten, was jeweils Sechs-Wochen-Hochs entsprach. Die Aussicht auf eine Verringerung der geopolitischen Spannungen begrenzte jedoch die Rallye.bairdmaritime
Unterdessen sorgte die Ausschreibung Saudi-Arabiens zum Kauf von 535.000 Tonnen Weizen für neue Nachfrage. Händler deuteten an, dass EU-Herkünfte aus Rumänien und Bulgarien sowie nordamerikanische Lieferanten angesichts der hohen Frachtkosten aus russischen Ostseehäfen um den Auftrag konkurrieren könnten. Eine Ladung von 33.000 Tonnen Weichweizen aus dem Hafen von Rouen in Richtung Libyen deutet darauf hin, dass Käufer möglicherweise bereits von Herkünften aus dem Schwarzen Meer abweichen.marinelink