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bloombergbusinesstimesstraitstimes+1Leon Jin, Leiter des Eisenerzgeschäfts von Radiant World in China, hat das Unternehmen am Montag verlassen. Das angeschlagene Handelsunternehmen steht wegen des Vorwurfs, Banken gefälschte Rechnungen vorgelegt zu haben, unter zunehmendem Druck, berichten Bloomberg und Reuters.bloomberg+1
Jins Abgang ist der prominenteste Rückzug, seit Bloomberg Ende Juli erstmals berichtete, dass mehrere große Rohstoffhändler die Beziehungen zu Radiant World abbrechen wollten. Mit der Angelegenheit vertraute Personen sagten laut Straits Times, sein Ausscheiden sei auf Schwierigkeiten bei der Abwicklung des Tagesgeschäfts zurückzuführen.straitstimes
Laut seinem LinkedIn-Profil war Jin fast vier Jahre bei Radiant World tätig und kam im Oktober 2022 nach mehr als einem Jahrzehnt beim Konkurrenten Trafigura Group zum Unternehmen. Radiant World beschäftigt in China sechs Eisenerzhändler, wie eine der Quellen gegenüber Reuters erklärte.devdiscourse+1
Das Anfang der 2000er Jahre gegründete Unternehmen entwickelte sich zu einem der weltweit größten Eisenerzhändler und schlug im vergangenen Jahr laut seiner Website mehr als 80 Millionen Tonnen des Rohstoffs für die Stahlherstellung um. Doch in den letzten Wochen brach das Geschäft rapide ein. Mindestens fünf Banken wurden darüber informiert, dass einige der Rechnungen, die ihren Krediten an Radiant World zugrunde liegen, nicht echt sind. Einige Banken haben Konten eingefroren oder Kreditlinien ausgesetzt, während große Minenbetreiber und chinesische Abnehmer sich zurückgezogen haben.businesstimes+3
Das US-Justizministerium und die Polizei von Singapur ermitteln gegen das Handelsunternehmen. Die Polizei von Singapur teilte am 20. August mit, dass sie Radiant World nach dem Erhalt von Anzeigen untersuche, machte jedoch keine Angaben dazu, wer diese erstattet hatte oder was ihr Inhalt war. Glencore hat eine Rückstellung in Höhe von 480 Millionen US-Dollar gebildet, die das gesamte Risiko bei Radiant World abdeckt, und das Unternehmen sowie dessen Gründer wurden in Singapur auf 34 Millionen US-Dollar verklagt, so die Business Times.devdiscourse+2
Das Unternehmen hat in seinen weltweiten Niederlassungen mehrere Mitarbeiter entlassen. Ein Sprecher von Radiant World in Singapur lehnte eine Stellungnahme auf Anfragen von Bloomberg ab und fügte hinzu, dass das Unternehmen interne Angelegenheiten nicht kommentiere. Radiant World wurde bisher kein Fehlverhalten vorgeworfen, und Ermittlungen führen nicht zwangsläufig zu einer Anklage.businesstimes+2