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bloombergkyivindependent+1tvpworldRussland bereitet sich darauf vor, seine Angriffe auf die Ukraine zu intensivieren, nachdem es zu dem Schluss gekommen ist, dass die Verhandlungen über ein Friedensabkommen in einer Sackgasse stecken. Dies berichten dem Kreml nahestehende Personen. Der Kreml erwäge eine Welle von Angriffen mit konventionellen ballistischen Raketen auf Kiew, einschließlich des Stadtzentrums, sowie auf Infrastrukturziele in anderen ukrainischen Städten, berichtete Bloomberg am Mittwoch.bloomberg
Die geplante Eskalation folgt auf Wochen einer zunehmend unmissverständlichen Rhetorik aus Moskau. Am 22. August tat Putin die ukrainischen Friedensvorschläge als „exotisch“ und „inakzeptabel“ ab und erklärte gegenüber dem russischen Journalisten Pawel Sarubin, Moskau sei „jederzeit zu einem Friedensdialog bereit, aber nur auf der Grundlage der Realitäten vor Ort“.kyivindependent+1
Die von den USA vermittelten Verhandlungen zwischen Kiew und Moskau sind in den letzten Monaten nicht vorangekommen. Russland fordert weiterhin den vollständigen Abzug der ukrainischen Truppen aus dem Donbass als Vorbedingung für ein Abkommen. Die Ukraine hat diese Bedingungen zurückgewiesen und argumentiert, dass ein Einfrieren entlang der aktuellen Frontlinie die realistischste Grundlage für einen Waffenstillstand sei.yahoo
Präsident Wolodymyr Selenskyj schlug kürzlich einen gemeinsam mit amerikanischen und europäischen Vertretern ausgearbeiteten Plan vor. Dieser sieht die Einrichtung einer Pufferzone im Donbass durch einen gleichmäßigen Abzug beider Seiten vor, die von einer dritten Partei verwaltet werden soll. Putins Sprecher Dmitri Peskow wies diesen Mechanismus zurück und erklärte, es sei „unwahrscheinlich, dass eine dritte Partei die Regionen Russlands verwalten könnte“.tvpworld
Die diplomatische Sackgasse fiel mit einer drastischen Zunahme von Raketenangriffen zusammen. Am 20. August töteten russische Angriffe laut Reuters mindestens 17 Menschen in Kiew und der umliegenden Region. Selenskyj warnte, dass das Versäumnis der Verbündeten, die ukrainischen Patriot-Abfangraketen aufzustocken, Menschenleben koste. Die Ukraine rechnet in diesem Jahr mit dem Erhalt von nur 264 Abfangraketen, verglichen mit 675 im Jahr 2023.reuters+1
Die europäischen Staats- und Regierungschefs nutzten den ukrainischen Unabhängigkeitstag am 24. August, um ihre anhaltende Unterstützung zu signalisieren. Die Europäische Kommission genehmigte zusätzliche 6,1 Milliarden Euro für die Rüstungsbeschaffung der Ukraine, die Luftabwehrsysteme, Raketen, Munition und Radargeräte abdecken soll. Deutschland versprach 600 PAC-2-Abfangraketen: allerdings erst für 2027 und 2028, wodurch der akute Mangel ungelöst bleibt.tvpworld
Die Signale aus den USA waren schwerer zu deuten. Die US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner verschoben ihren ersten Besuch in Kiew, Berichten zufolge wegen russischer Angriffe, während CIA-Direktor John Ratcliffe zu nicht näher bekannten Kontakten nach Moskau reiste. Pentagon-Stratege Elbridge Colby besucht diese Woche US- und NATO-Kommandos in Europa im Rahmen einer breiteren Initiative, die primäre Verteidigungsverantwortung auf die europäischen Verbündeten zu übertragen.tvpworld
Russland scheint seinen derzeitigen militärischen Vorteil auszunutzen, bevor europäische Rüstungsprogramme die ukrainische Verteidigung stärken können. Umfragen deuten jedoch darauf hin, dass die Bombardierungen die Haltung der ukrainischen Öffentlichkeit gegen territoriale Zugeständnisse verhärten. In einer jüngsten Umfrage lehnten 60 Prozent der Befragten einen Rückzug aus dem von der Ukraine kontrollierten Donbass ab: ein Wert, der im schwer beschossenen Kiew auf 69 Prozent anstieg.tvpworld