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9to5google+19to5google+1wikipedia+1Google Alphabet Inc. wird am 30. Juni 2026 weitreichende Änderungen an seinem Play Store-Abrechnungsmodell umsetzen und seine langjährige pauschale 30%-Provision durch eine gestaffelte Gebührenstruktur ersetzen, die im Rahmen seines Kartellvergleichs mit Epic Games entwickelt wurde. Die Änderungen treten zunächst in den Vereinigten Staaten, Großbritannien und dem Europäischen Wirtschaftsraum in Kraft, wobei eine weltweite Ausweitung bis 2027 geplant ist.
Im Rahmen des neuen Systems zahlen Entwickler eine Basis-Servicegebühr von 10 % auf ihre ersten 1 Million US-Dollar Jahresumsatz, unabhängig davon, welche Zahlungsmethode sie verwenden. Über diese Schwelle hinaus steigen die Servicegebühren auf 20 % für Transaktionen von Nutzern, die eine App nach dem 30. Juni installiert haben, und auf bis zu 25 % für Nutzer mit bestehenden Installationen. Entwickler, die weiterhin Google Play Billing nutzen, müssen eine zusätzliche Abrechnungsgebühr von 5 % zahlen, während diejenigen, die sich für Zahlungssysteme Dritter entscheiden oder Nutzer auf externe Websites weiterleiten, diese Gebühr vollständig vermeiden können.ndtvprofit+3
Abonnementbasierte Transaktionen werden einheitlich mit einer Servicegebühr von 10 % behandelt, ohne Unterscheidung zwischen neuen und bestehenden Installationen. Google führt zudem Anreizprogramme ein – Games Level Up und Apps Experience –, die weitere Reduzierungen für Entwickler bieten, die Leistungs- und Qualitätsbenchmarks erfüllen.pricepush+2
Die Gebührenänderungen gehen auf die Kartellklage von Epic Games gegen Google zurück, die zu einem Juryurteil führte, wonach Google ein illegales Monopol bei der Android-App-Verteilung aufrechterhalten habe. Epic und Google kündigten im November 2025 einen Vergleichsvorschlag an, wobei Google zustimmte, die Gebühren je nach Transaktionstyp auf zwischen 9 % und 20 % zu begrenzen und alternative App-Stores auf Android zuzulassen. Die beiden Unternehmen gaben den Abschluss des Deals im März 2026 bekannt.wikipedia+2
Der Vergleich verpflichtet Google zudem dazu, Entwicklern die Integration von Zahlungssystemen Dritter direkt in Apps zu gestatten oder Nutzer für Transaktionen auf externe Websites weiterzuleiten – eine Praxis, die zuvor eingeschränkt war. Laut der Support-Dokumentation von Google hat das Gericht den Vergleich noch nicht formell genehmigt, aber das Unternehmen setzt die Umsetzung gemäß seinem vorgeschlagenen Zeitplan fort.google+2
Australien folgt am 30. September 2026, Japan und Südkorea schließen sich bis zum 31. Dezember 2026 an. Der Rest der Welt soll bis zum 30. September 2027 Zugang erhalten. Der phasenweise Ansatz gibt Google Zeit, die Details der Abrechnungsgebühren für Märkte außerhalb der ersten Startregionen festzulegen, wo die 5%-Abrechnungsgebühr bereits bestätigt wurde.pricepush+1